Was ist eine Ferrographie?

So nenne ich meine Arbeiten, die eisenhaltige, also rostige Materialien auf den Bildträger bringen.
Viel spannender ist wie sie entstanden sind:
Schrottplätze üben seit jeher eine magische Anziehungskraft auf mich aus. Ein Stück rostiges Metall ist widersprüchlich: eine schöne warme pudrige Farbigkeit auf hartem Metall festgemacht. Und so verfüge ich inzwischen über eine stattliche Sammlung von rostigen Metallplatten.
Kennen Sie das Bild " Der arme Poet" von Spitzweg? Da regnet es dem Wortkünstler durch das undichte Dach auf seinen Arbeitsplatz - sein Bett. So ist es mir auch ergangen: Das Atelierdach war den Regenmengen in Köln nicht immer gewachsen. Und so rieselte es in regelmäßigen Abständen auf meine Sammlung von rostigen Fundstücken.
Diese Materialität auf Papier zu bringen war die Idee, als ich die Schrottteile von dem nassen Regal in meinem Atelier wegräumte, denn unter ihnen hatten sich wunderbare Abdrücke gebildet. Der Weg, daraus eine Graphik zu machen, war gedanklich nicht mehr weit. Doch bis die Ferrographien dann "rund" waren hat es noch einige Zeit gedauert.